Dienstag, 29. Mai 2012

Chemotherapie – Zyklus 1

P5294405 Heute beginnt der zweite von acht Zyklen, gegen 11:30 Uhr hänge ich wieder ein paar Stunden an der Infusion. Zurückblickend auf die ersten drei Wochen muss ich sagen, was ich auch im Gespräch mit Menschen auf die Frage, wie es mir gehen würde, antworte: Unterschiedlich.

Es gibt, das hat U2 auch schon als Lied »Some days are better than others« verkündet, solche und solche Tage, wobei die eher besseren im ersten Zyklus bei mir überwogen haben. An Malaisen wie nächtlichen Durchfall kann man sich gewöhnen, und wenn die Übelkeit die Schwelle zum Brechreiz nicht überschreitet, ist ja schon viel gewonnen. Mit der Kälteüberempfindlichkeit komme ich inzwischen zurecht, es gibt eigentlich keine Ausrutscher mehr: Die Hände wissen jetzt, dass Kühlschranktemperatur verboten ist. Das Hand-Fuß-Syndrom hat sich im ersten Zyklus nicht blicken lassen und auch von wunden Stellen an den Lippen und im Mund sowie vom Fieber bin ich verschont geblieben.

Also alles in allem hat der Zyklus 1 mich zwar beeinträchtigt und seine einstweilen bleibenden Spuren hinterlassen, aber es hätte, wenn ich an all die potentiellen Nebenwirkungen denke, deren Kenntnisnahme ich unterschrieben habe, schlimmer sein können.

Was wünsche ich mir nun für die kommenden sieben Zyklen? Na das ist ja nicht schwer zu erraten.

Samstag, 26. Mai 2012

David Hayward: … ausharren kannst auch du.

lightning-tree

Dieser Baum, nicht weit von meinem Haus entfernt,
wurde vom Blitz getroffen.
Er bietet Obdach für Insekten,
ist Vögeln Heimat, beherbergt Eichhörnchen
und noch viele andere Lebewesen.
Manche sagen, er sei tot.
Doch lebt er nicht einfach eine andere Art von Leben?
Er ist wunderschön! Oder etwa nicht?

Was immer dich getroffen haben mag,
ausharren kannst auch du.
Du kannst Heimat für viele sein.
Du kannst Leben schenken und bewahren helfen.
Sogar deine Beobachter kannst du überdauern.
Manche sagen, du seist tot.
Hast du dir das vielleicht auch selbst bereits gesagt?
Doch lebst du nicht einfach eine andere Art von Leben?
Du bist wunderschön! Oder etwa nicht?

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Übersetzt mit freundlicher Genehmigung. Quelle Bild und Originaltext: [nakedpastor /// you too can persevere]

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Mittwoch, 23. Mai 2012

Sabrinas Geheimnis wird endlich auch in Deutschland enthüllt!

Der Blitz schlägt nicht zwei Mal in den gleichen Baum, sagt sich Roland März, als er am Telefon hört, seine Frau habe einen Unfall gehabt. Doch der Blitz tut gelegentlich, was er will: Roland verliert seine zweite Ehefrau durch einen Verkehrsunfall, wie schon die erste einige Jahre zuvor.

Sabrina ist tot. Schicksal. Pech.

Doch bald zeigt sich, dass der Albtraum mit dem Unfall gerade erst begonnen hat. Roland stößt in den Unterlagen seiner Frau auf Spuren, die ihm nach und nach offenbaren, dass Sabrina ein doppeltes Leben geführt hat. Sie hütete ein tödliches Geheimnis, und jemand trachtet nun auch Roland nach dem Leben. Er sucht weiter die Wahrheit über Sabrina - koste es, was es wolle. Je mehr er entdeckt, desto fassungsloser ist er. Was hatte seine Frau mit Kindesmissbrauch und Pädophilie zu tun? Wer hat sie ermordet und wer ist jetzt hinter ihm her?

Die staatlichen Organe sind so gut wie machtlos. Doch eine geheimnisvolle Organisation, die keine Rücksicht auf Recht und Gesetz nimmt, scheint auf Rolands Seite zu stehen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse geraten ins Wanken, während er Sabrinas Geheimnis immer näher kommt.

Jetzt (endlich!) auch für Kunden in Deutschland über Amazon.de direkt bestellbar, ohne den bis vorgestern notwendigen Umweg über Amazon.com. Nun steht dem Einkauf nichts mehr im Wege, liebe Leserinnen und Leser!

Wer einen Kindle besitzt und lieber elektrisch liest als auf Papier, kann natürlich nach wie vor den Roman noch preiswerter auf sein Lesegerät laden:

Freitag, 18. Mai 2012

Vom Fortschritt und von der Solidargemeinschaft

Früher war alles besser? Von wegen. Vielleicht dieses oder jenes, aber nie und nimmer alles. Zumindest aus meiner bescheidenen Sicht:

Palmen in der Rehabilitationsklinik Eigentlich wäre ich im März 2012 gestorben. Wenn heute früher wäre, meine ich. Denn früher, als so mancher medizinische und technische Fortschritt noch nicht erreicht war, hätte man mir mit meinem akuten Darmverschluss womöglich Abführmittel und Klistiere verpasst, in der vergeblichen Hoffnung, dass die Krämpfe sich schon irgendwie lösen würden. Man hätte ohne die technischen Geräte der Universitätsklinik nicht sehen können, dass der Darm an zwei Stellen durch Tumore blockiert war. Niemand hätte früher auch nur den Versuch unternommen, an einem Tumor vorbei einen Abfluss für den gestauten Darminhalt zu legen … nein, früher, vermutlich muss man nur so ungefähr eine Generation zurückdenken, früher wäre ich gestorben. Wenn nicht am Darmverschluss beziehungsweise der zwangsläufig folgende Darmperforation, dann doch jedenfalls am Krebs, denn den hätte man so umfassend und sauber nicht herausoperieren können.

Medizinische Technik und Forschung sowie Weiterentwicklung der medizinischen Technik kosten einen Haufen Geld. Die Behandlung mit den Früchten der Forschung und den Errungenschaften der Technik auch. Geld, das ich nie und nimmer gehabt hätte, als die lebensrettende Behandlung durchgeführt wurde. Allein meine zehn Tage auf der Intensivstation sollen, so hörte ich am Rande mit, rund 20.000 Euro gekostet haben. Dazu kommen eine vierstündige Operation, der Aufenthalt auf der normalen Station, diverse Untersuchungen und Behandlungen, Medikamente … dann Rehabilitation und nun noch einige Monate Chemotherapie …

Ich bin ja gelegentlich versucht, zu jammern, dass ich 2012 bereits rund 400 Euro an Zuzahlungen und Gebühren begleichen musste. Aber wenn ich dann darüber nachdenke, was meine bisherige Behandlung wirklich gekostet hat und was die nächsten Monate noch kosten werden … dann schätze ich mich glücklich, in einem Land zu leben, in dem es eine auf dem Prinzip der Solidargemeinschaft basierende Krankenversicherung gibt (aus der ich eben wegen der Solidarität nie in die scheinbar »bessere« private Versicherung ausgeschieden bin).

Kranken- und Pflegeversicherung für jedermann gab es früher auch nicht. In manchen Ländern ist so etwas bis heute unbekannt.

Früher war alles besser?

Nee.

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Mittwoch, 16. Mai 2012

Vom Re und vom Habilitatio

Wikipedia ist ja meist recht schlau. Zum Beispiel was die zurückliegenden Wochen und mich betrifft:

Rehabilitation oder Rehabilitierung (mittellat.: rehabilitatio, „Wiederherstellung“) bezeichnet die Bestrebung oder ihren Erfolg, einen Menschen wieder in seinen vormals existierenden körperlichen Zustand zu versetzen. [Quelle]

Es heißt da so schön, dass der Begriff die Bestrebung oder ihren Erfolg bezeichnet. Wenn ich auf meine Rehabilitationszeit vom 19. April bis zum 14. Mai zurückblicke, dann ist eher ersteres zutreffend.

Ein gewisser Erfolg ist da, obgleich der Zustand vor der Krebserkrankung nicht, bei weitem nicht, erreicht worden ist. Das war auch in der relativ kurzen Zeit gar nicht möglich, versicherten mir Therapeuten und die Ärztin, die mich betreute. Die rund 16 Kilogramm Muskelmasse, die ich im Krankenhaus verloren habe, sind eben nicht so schnell wieder aufgebaut, wie der Körper sie von sich geworfen hat. Immerhin: Zwischen Beginn der Rehabilitation und deren Ende habe ich nachweislich 2,5 Kilogramm zugenommen – was die Ärztin für einen sehr guten Wert hielt.

Zum Beispiel das Fahrrad- beziehungsweise Ergometerfahren. Vor dem Krankenhausaufenthalt waren 30 Minuten bei 140 Watt für mich keine nennenswerte Anstrengung. Zu Beginn der Rehabilitation schaffte ich gerade mal mit Mühe 20 Minuten bei 50 Watt – und war ziemlich außer Atem mit stark erhöhtem Puls.

Strampeln ohne vorwärts zu kommen

Übrigens, der Herr rechts im Bild ist nicht Jerry García, der ist leider bereits seit 1995 im Jenseits.

Auch bei anderen Übungen im Rahmen der MTT (Medizinische Trainings-Therapie) zeigte sich zwar Erfolg, aber bei Weitem noch keine Wiederherstellung des früheren Leistungsvermögens. Die Beinpresse … vorher: 90 oder 100 Kilogramm ohne große Mühe, jetzt 25 bis 30 Kilogramm. Gewicht mit den Armen von oben ziehen … vorher gerne mal 60 Kilogramm, jetzt mit Mühe 20.

Aber das alles wird sich nach und nach wieder normalisieren, meinten Therapeuten und Ärztin, wenn ich tue, was ich vorhabe: Zwei- bis dreimal wöchentlich Ausdauertraining im Fitnessstudio. Alles, was ich brauche, ist Geduld, wurde mir gesagt. Und was die Chemotherapie betrifft, sei Sport und Bewegung so ziemlich das einzige nachweislich positiv wirkende Mittel , um die Nebenwirkungen zumindest ein wenig zu dämpfen.

Manches werde ich ausprobieren und eventuell sein lassen müssen. Zum Beispiel das Schwimmen. In etwa drei bis vier Wochen sollte meine Operationswunde verheilt sein, und dann könnte es wieder möglich werden, zu schwimmen beziehungsweise schwimmen zu lernen. Der Versuch des Brustschwimmens im Rehabilitationsplanschbecken scheiterte grandios. Ertrinken kann man da ja nicht, viel zu flach, aber erschrecken über die plötzliche Schwimmunfähigkeit ist allemal möglich.

Planschbecken

Merke: Zum Schwimmen braucht der Mensch Bauchspannung. Wenn der Bauch vom Sternum bis fast zum Os pubis aufgeschnitten wird, um an den Darm zu kommen, werden Muskeln und Bauchfell durchtrennt. Das ist der Bauchspannung abträglich. Wenn noch dazu ein Teil des Zwerchfells mit dem Dickdarm entfernt wurde, ist die Bauchspannung erst mal perdu.

Das alles kann man aber wieder ausgleichen, die Muskeln wachsen zusammen und Bauchspannung wird wieder möglich. Ob ich allerdings angesichts des Nervenschadens durch die Chemotherapie, der zur Kälteüberempfindlichkeit geführt hat (und wahrscheinlich eher schlimmer werden wird), mit der Temperatur des Wassers im Fitnessstudio zurechtkomme, wird sich heute oder in den nächsten Tagen zeigen müssen. Das lauwarme Wasser in der Rehabilitationsklinik empfand ich als kühl.

Rückblickend auf die Zeit in der Klinik stelle ich fest, dass mir die Rehabilitation gut getan hat, weil ich feststellen konnte, dass ich trotz des enormen Kräfteverlustes in der Lage bin, wieder Fortschritte zu erzielen. Zwangsläufig auf niedrigem Niveau beginnend, aber das macht ja nichts. Dranbleiben und viel Geduld haben wird nach und nach wieder mehr körperliche Leistungsfähigkeit bringen, trotz der Chemotherapie bis November, trotz der bösen Nebenwirkungen, trotz aller Widrigkeiten.

Gut getan hat es mir aber unabhängig von der nur teilweise gelungenen körperlichen Wiederherstellung, doch eine Menge über meine Krankheit zu erfahren und den mentalen Umgang damit besser zu bewältigen. Fakten statt Vermutungen und Ängsten sind hilfreich, auch wenn die Tatsachen unangenehm und unerwünscht sind. Ich komme jedenfalls damit besser zurecht als mit Unsicherheit und Mutmaßungen. Krebs ist und bleibt eine tödliche Erkrankung, aber falls ich die nächsten fünf Jahre überlebe, ist das Risiko, dass erneut Krebs auftritt für mich nicht höher als beim normalen Durchschnittsbürger. Die Chemotherapie kann eventuell und vielleicht und unter Umständen dazu beitragen, dass meine Chancen etwas höher sind.

Solange also ein Hoffnungsschimmer am Horizont sichtbar ist, werde ich genau die Richtung einschlagen, die zum Licht am Horizont führt. So ähnlich mag es der biblische Autor David empfunden haben, als er vom dunklen Todestal schrieb, in dem er kein Unglück befürchtete. Ein solcher Glaubensheld bin ich nicht, denn die Furcht ist (und bleibt wohl für die nächsten Jahre) da. Aber sie ist so gut wie immer zu bewältigen und bestimmt nicht meinen Alltag.

Das ist doch immerhin etwas!

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Montag, 14. Mai 2012

Chemotherapie – Tag 6 und 7

Der Samstag, Tag 6, war rundum ein guter Tag – keine Übelkeit, kein Durchfall … also abgesehen von Fatigue und Kältesyndrom nichts, was mich zusätzlich belastet hätte. Der Sonntag war bis zur Nachtruhe dem Samstag vergleichbar, allerdings setzte gegen Mitternacht Durchfall ein.

clip

Wie man leicht sieht, wenn man das Bild mit den ersten Tagen aus meinem Therapietagebuch (Pflichtaufgabe) betrachtet, könnte mir auch wesentlich mehr Ungutes zustoßen als dass es bisher der Fall ist. Da kann man doch nicht meckern und ich bin ganz zufrieden mit dem Status Quo.

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Samstag, 12. Mai 2012

Chemotherapie –Tag 3, 4 und 5

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, behauptet der Volksmund. Manchmal dauert es allerdings ein wenig, bis sich Gewohnheiten entwickelt haben. Gestern beim Wochenendeinkauf im Supermarkt an der Kasse griff ich ganz selbstverständlich nach der Packung Tiefkühlspinat, um sie auf das Band zu legen … einen lauten Schmerzensschrei konnte ich gerade noch zurückhalten (es wurde ein vernehmliches Stöhnen daraus), als meine Hand behauptete, ich hätte in eine offene Flamme gegriffen oder etwas ähnlich törichtes angestellt.

Meine Onkologin in der Rehabilitationsklinik konnte mir am Mittwoch, als ich wieder in der Lage war, am Programm teilzunehmen, leider, was das Kälte-Schmerz-Syndrom betrifft, keine großen Hoffnungen machen. Sie war (wie ich selbst) überrascht, dass der Nervenschaden so schnell und so vehement eingetreten ist. Es kann, so meinte sie aus langjähriger Erfahrung, eigentlich während der sechs Monate nur schlimmer werden, bestenfalls gleich bleiben, aber eine Besserung während der Behandlung ist nicht zu erwarten.

Die abendliche Dosis ChemieNun gut. Ich habe ja Zeit, was das Berühren kühler Gegenstände betrifft, zum Gewohnheitstier zu werden. Zu Hause klappt das schon ganz gut. Neben dem Kühlschrank hängt ein Geschirrhandtuch, mit dessen Hilfe ich zugreifen kann, Joghurt wird etwa eine Stunde vor dem geplanten Verzehr aus dem Kühlschrank genommen, in den Saft zum Frühstück kommt ein Schuss heißes Wasser …

Am Mittwoch, dem Tag 3, ging es mir abgesehen von den Kälteschmerzen und Restschmerzen im rechten Arm recht passabel. Und was den Arm betrifft, so erfuhr ich von meiner Ärztin, dass der Schmerz keineswegs normal oder zu erwarten ist. Es handelte sich offensichtlich um eine Paravasation - fälschlicherweise ist wohl ein wenig Chemie nicht in die für die Infusion vorgesehene Vene gelaufen, sondern in das umgebende Armgewebe. Womöglich ist etwas verrutscht, als ich mit der Infusion im Arm zur Toilette unterwegs war … bei der nächsten Infusion soll ich mich jedenfalls sofort melden, wenn ich bemerke, dass da etwas brennt oder schmerzt.

Am Donnerstag, dem Tag 4, stellte sich dann Übelkeit ein. Darauf war ich vorbereitet, hatte zwar gehofft, verschont zu bleiben, aber was nicht ist, ist eben nicht. Ohne Übelkeit würde ich mir die Einnahme weiterer Medikamente neben dem chemischen Kampfstoff gegen den Krebs ersparen können – aber andererseits muss, brauche und soll ich die Übelkeit gar nicht bis zum Erbrechen anwachsen lassen, denn das würde zu einem weiteren Gewichtsverlust führen. Ich habe seit Beginn der Chemotherapie, obwohl ich reichlich esse und mich bisher kein einziges Mal übergeben musste, schon wieder 1,5 Kilogramm abgenommen. Am kommenden Montag werde ich hoffentlich von meiner Ärztin erfahren, ob und wie ich gegensteuern kann. Vielleicht reguliert der Körper das auch irgendwie ohne weitere Hilfestellung?

Der gestrige 5. Tag, Freitag der 11. Mai, brachte ab Nachmittag dann noch leichten Durchfall in den bunten Strauß der Nebenwirkungen hinein, hoffentlich nur vorübergehend. Heute morgen (Samstag) ist davon bisher nichts zu spüren und auch die Übelkeit scheint sich bisher ohne Medikamente irgendwo im Hintergrund aufhalten zu wollen. Mal sehen, wie es nach dem Frühstück weiter geht.

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